© „Anzeiger für Harlingerland“ / Klaus Händel

Vorstellungs-Gottesdienst der Konfirmandinnen und Konfirmanden (Bez. 1+2)

Ein ungewöhnlicher Vorstellungs-Gottesdienst

Zur Konfi-Zeit gehört normalerweise ein möglichst "fetziger" Vorstellungs-Gottesdienst, in dem die Konfis, die ein paar Wochen später konfirmeirt werden sollen, sich noch einmal der Gemeinde präsentieren.
In diesem Jahr, also unter Corona-Bedingungen, war das in der Kirche nicht machbar.
So haben sich die Konfis des 1. und 2. Pfarrbezirks, die von Pastor Gernot Harke durch ihre Konfi-Zeit begleitet und konfirmiert werden, entschlossen, sich auf eine Premiere für unsere Kirchengemeinde einzulassen:
sie haben ihren Vorstellungsgottesdienst im Internet, als ZOOM-Gottesdienst, gefeiert.

Leider ist es nicht möglich, den gesamten Gottesdienst hier zu präsentieren.
Aber wichtige Teile, wie Texte und Bilder und vor allem die Selbst-Vorstellungs-Videos, können hier doch noch einmal angesehen werden.

Die Konfis stellen sich vor (kurze, selbst aufgenommene Videos)

Gebet zu Beginn

 Guter Gott, wir wollen und dürfen jetzt unseren Vorstellungs-Gottesdienst feiern. 
Auch wenn der jetzt ganz anders ist, als wir am Anfang unserer Konfi-Zeit gedacht haben. 
Einen Gottesdienst auf Zoom hat es in dieser Gemeinde noch nicht gegeben. Wir dürfen Teil dieser Premiere sein. Dafür danken wir dir. 
Und wir bitten dich: sei du auch in diesem etwas anderen Gottesdienst bei uns.

 Guter Gott, wir danken dir für alle, die heute dabei sind und die jetzt mit uns Gottesdienst feiern. 
Wir danken dir für alle, die in den letzten Jahren so viel für uns getan haben. 
Was wären wir ohne sie.
Wir danken dir für unser Konfi-Zeit, die jetzt bald zu Ende ist - auch wenn sie wegen Corona schon etwas merkwürdig war.
Lass doch jetzt in diesem Gottesdienst alles gut gelingen. Darum bitten wir dich. Amen 

"Es ist ein Kreuz ...!" - Texte und Bilder

 „Es ist ein Kreuz“ sagen wir, wenn Menschen etwas Schweres bewältigen müssen.
Das kann eine schwierige Aufgabe sein, die ihnen viel Kraft und Konzentration abverlangt.
Es kann auch ein Schicksalsschlag sein, der ihnen das Leben schwer macht. Eine Krankheit zum Beispiel. Oder ein Todesfall. Oder Geldprobleme. Oder auch Schwierigkeiten, wie z.B. Streit, in der Familie.
Die Corona-Pandemie ist für viele auch so ein „Kreuz“. Sie belastet, bringt eine Menge Probleme und Sorgen mit sich, führt zu vielen Einschränkungen - und im schlimmsten Fall endet sie sogar tödlich. 


Das „Kreuz“ ist ein Symbol für alles, was das Leben schwer macht … 


Wir, die Konfis, haben Kreuze fotografiert. 
Man kann sie an ganz vielen, ganz alltäglichen Orten entdecken. Ganz oft sogar da, wo man sie im ersten Moment gar nicht vermutet - oder wo man sie gar nicht sofort als Kreuz wahr nimmt. 
Ein paar der Fotos möchten wir Ihnen und Euch jetzt hier zeigen.
Kreuze auf Steinen, Straßen, Schildern und Mauern, in Gartenzäunen und Fenstern, im Sand und im Wald, auf Bäumen … 
manchmal muss man zweimal hinsehen, um sie zu entdecken. 
So ist das mit den Belastungen, den „Kreuzen“, die manche zu tragen haben, auch. Wir wissen oft gar nicht, wie schwer es der oder die andere tatsächlich hat. Vielleicht wollen wir es auch gar nicht immer wissen. 
Aber vielleicht entdecken wir, wenn wir mal genauer hinschauen, dass wir etwas tun können, um ihm oder ihr „das Kreuz etwas leichter zu machen“.

Kreuze auf Steinen, Straßen, Schildern und Mauern, in Gartenzäunen und Fenstern, im Sand und im Wald, auf Bäumen … 

Findet Ihr / finden Sie nicht auch? Manche dieser Kreuze, die wir fotografiert haben, sind richtig schön … Oder?


Wir haben übrigens auch noch andere Kreuze fotografiert. Kreuze, die an Kirchen oder auf Friedhöfen stehen, auf Plakate oder Schilder gedruckt wurden oder um den Hals gehängt werden können.
Diese „anderen“ Kreuze stehen symbolisch für den christlichen Glauben. Sie sollen, alle, die sie sehen, an Jesus Christus  erinnern. 
Und dies sind unsere Fotos:
Auch diese Kreuze erzählen zunächst einmal eine traurige, schlimme Geschichte. Eine Geschichte von Schuld und Verrat und schließlich von einem schlimmen Tod. 
Sie erzählen davon und erinnern daran, dass Jesus verraten und verleugnet wird von einem seiner besten Freunde. 
Dass er gefangen genommen, verspottet und gefoltert wird. 
Und dass er schließlich infolge falscher Anschuldigungen als Verbrecher am Kreuz hingerichtet wird. 

Jesus erlebt am eigenen Leib, wie schlimm es einem Menschen ergehen kann. Das Kreuz, das er zu tragen hat, gehört sicher zu den schlimmsten überhaupt.

Aber auch unsere „anderen“ Kreuz bergen etwas sehr Schönes, ja sogar etwas Großartiges. 
Denn sie erzählen, dass die Geschichte Jesu nicht am Kreuz zu Ende ist.
Sie erzählen vom Ostermorgen, sie erzählen, dass Jesus auferstanden ist, dass Gott den Tod besiegt hat.
Besonders die Kreuze auf den Friedhöfen, auf den Gräbern erzählen von der großartigen Hoffnung, dass auch wir auferstehen und bei Gott sein werden, wenn unsere Zeit hier abgelaufen ist. 
Diese Geschichte vom Kreuz Jesu kann uns helfen, darauf zu vertrauen, dass Gott weiß, wie es ist, wenn es einem richtig schlecht geht. Wenn alles aussichtslos aussieht. 
Sie kann uns helfen, darauf zu vertrauen, dass Gott selbst in solchen Momenten und Situationen an unserer Seite ist, wenn wir an ihn glauben. Er verspricht, uns auch dann nicht im Stich zu lassen - so, wie er Jesus nicht im Stich gelassen hat.

Psalm 23 - die Hoffnung unseres Glaubens

 Gott lässt uns nicht im Stich. Er ist auch dann bei uns, wenn es uns nicht gut geht. Wenn uns alles zu viel wird. Wenn wir krank sind. Wenn wir Angst vor etwas haben. 
Dieses Vertrauen hat schon der Beter von Psam 23 gehabt.
Wir haben diesen Psalm im Konfirmanden-Unterricht kennen gelernt und möchten ihn Ihnen und Euch jetzt vorlesen. Dazu zeigen wir Fotos, die ebenfalls von uns stammen.
Quelle: Mirko
Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.
Quelle: Geeske
Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen.
Quelle: Keno
Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Quelle: Marlene
Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein.
Quelle: Keno
Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

Auszüge aus den Fürbitten

(Für das abschließende Fürbitten-Gebet konnten alle Gottesdienst-Teilnehmenden ihre Anliegen im Chat notieren und so vor Gott bringen; diese wurden dann ebenfalls vorgelesen.
Einige der Konfis hatten vorab aber auch schon einzelne Bitten formuliert, die hier wiedergegeben werden.)

Gott, ich bitte dich um Schutz für die, die keinen haben. 
Gott, ich bitte dich für um Rat für die, die welchen brauchen.

Gott, ich bitte dich, dass du alten Menschen hilfst.

Gott ich bitte dich um Hilfe und Unterstützung für alle kranken Menschen.

Gott ich bitte dich um Hilfe für Menschen, die sie brauchen.
Gott ich bitte dich um Hilfe für die Menschen, die Corona haben.